Frauen helfen Frauen Filder e.V.

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Hilfe bei Gewalt gegen Frauen, ob Betroffene in BW Beratung bekommen, ist Zufall

11.04.2019

Pressemitteilung des Landesnetzwerks Frauenberatungsstellen häusliche Gewalt Baden-Württemberg

 

Hilfe bei Gewalt gegen Frauen – ob Betroffene in Baden-Württemberg Beratung bekommen, ist Zufall

 

Jedes Jahr treten Frauen weltweit am 8. März für ihre Rechte und für ein Leben frei von Gewalt ein. Sie erhalten dabei mittlerweile Rückenwind von der Istanbul-Konvention. Das Übereinkommen des Europarats benennt Gewalt gegen Frauen und Mädchen als eine Hauptursache für die mangelnde Gleichberechtigung und fordert umfassende Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt und vor Diskriminierung.

 

Liane Wacker vom Landesnetzwerk Frauenberatungsstellen häusliche Gewalt in Baden-Württemberg: „Es gibt in Baden-Württemberg dringend politischen Handlungsbedarf ein flächendeckendes Netz an Frauenberatungsstellen zu schaffen. Ob es in einer Stadt oder einem Landkreis eine Beratungsstelle gibt, ist Zufall. Die Verantwortung liegt im Rahmen der freiwilligen Leistungen ausschließlich bei den Kommunen. Hier muss die Landesregierung dringend steuernd eingreifen. Dies geht aber nicht ohne ausreichend Geld“

 

Seit mehr als 30 Jahren setzen sich ambulante Fachberatungsstellen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein und bieten schnelle Hilfe und Beratung bei aktuellen oder zurückliegenden Gewalterfahrungen. Grundlage der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ursachen geschlechtsspezifischer Gewalt und deren Ausprägungen.

 

Ebenso lange arbeiten die Beratungsstellen jedoch mit viel zu geringen Ressourcen und am Rande ihrer Kapazitäten. Liane Wacker: „In neun Landkreisen in Baden-Württemberg gibt es keine Fachberatungsstellen vor Ort. Die vorhandenen sind oft mit nur einer Personalstelle oder noch weniger ausgestattet. Frauen und Mädchen müssen oft auch in akuten Situationen Wartezeiten oder lange Wege in Kauf nehmen, um Hilfe zu bekommen.“

 

Das Landesnetzwerk der Frauenberatungsstellen häusliche Gewalt Ba-Wü (LNW Ba-Wü) setzt sich für die Finanzierung der Beratungsstellen ein. Diese kommt zuallererst Betroffenen von Gewalt, aber auch Angehörigen und Fachkräften zugute. Dazu gehören mehr Planungssicherheit, eine staatliche Finanzierung von Angeboten und ausreichend Geld für Beratung, Prävention und Schulungen.

Der bff – der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe hat einen konkreten Vorschlag für die personelle Ausstattung von Beratungsstellen erarbeitet: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/finanzierung-von-hilfe.html

Internationaler Frauentag am 8. März

13.03.2019

Der Verein Frauen helfen Frauen Filder e.V. macht anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März auf die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Hierbei ist die Istanbul-Konvention ein neues, wichtiges völkerrechtliches Instrument, das 2018 vom Europarat beschlossen wurde.

 

1911 haben Frauen in mehreren Ländern gemeinsam den Kampf um mehr Rechte und Gleichberechtigung aufgenommen. Es ging zunächst um die Einführung des Wahlrechts für Frauen. In Deutschland hatten die Frauen 1919 Erfolg. Sie erstritten sich das aktive und passive Wahlrecht für die Deutsche Nationalversammlung. Seit 1921 wird am 8. März der Internationale Frauentag gefeiert. In etlichen Ländern wie etwa in Russland, Georgien, Kuba, Vietnam  ist der 8. März ein offizieller Feiertag. Und seit diesem Jahr erstmals auch im Land Berlin.

 

Der weltweite Aktionstag ist nach wie vor ein wichtiges Signal: denn die Forderungen nach mehr Frauenrechten, die Gleichstellung der Geschlechter sind noch immer nicht erreicht. Zudem sind nach wie vor Frauen und Mädchen von Gewalt bedroht, gerade auch im häuslichen Umfeld.

 

Bei diesem Thema gibt es einen vielversprechenden Meilenstein: die Istanbul-Konvention, die seit einem Jahr in Kraft ist. Darauf macht der Verein Frauen helfen Frauen Filder aufmerksam. Die Istanbul-Konvention ist das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt‘ gegen Frauen und häuslicher Gewalt“. Es ist das erste völkerrechtlich verbindliche Instrument im europäischen Raum zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Hier der Link zum Text der Konvention: https://rm.coe.int/1680462535.

 

Staaten, die die Konvention ratifiziert haben, verpflichten sich, dass alle ihre staatlichen Organe – darunter Gesetzgeber, Gerichte und Strafverfolgungsbehörden –  Verpflichtungen der Konvention umsetzen müssen. Es werden deutliche Anforderungen an die Gleichstellung und Nichtdiskriminierung von Frauen gestellt. Gewalt ist umfassend definiert – als  Menschenrechtsverletzung und Diskriminierung, eingeschlossen sind alle Formen geschlechtsspezifischer Gewalt, ein Schwerpunkt liegt auf häuslicher Gewalt. Die Umsetzung der Konvention soll von einer Gruppe unabhängiger Expertinnen und Experten, dem GREVIO-Ausschuss (Group of experts on action against violence against women and domestic violence) überprüft werden. Deutschland hat sich außerdem dazu verpflichtet, über alle Maßnahmen zur Umsetzung des Übereinkommens regelmäßig zu berichten.

Zeitungsartikel der Filder-Zeitung über die Wohnungslage und die Folgen für das Frauenhaus

03.01.2019

In der Filder-Zeitung wurde passend zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen auf den Wohnungsnotstand und die Auswirkungen auf das Frauenhaus aufmerksam gemacht. In dem Artikel vom 23. November 2018 "Kein Zimmer frei im Frauenhaus" beschreibt Leonie Schüler den angespannten Wohnungsmarkt und die Folgen sowohl für das Frauenhaus, als auch für Frauen, die dort Unterstützung suchen. Der Beitrag basiert auf einem Interview mit einer Mitarbeiterin des Frauenhaus von Frauen helfen Frauen Filder e. V. Hier der ganze Artikel (online unter dem Titel "Eine Brücke in ein neues Leben")

Plakataktion am Straßenrand

03.12.2018

Am 25.11.2018 findet der internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen statt. Ein guter Anlass für die Mitglieder des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt auf den Fildern, um mit einer Plakataktion auf das Thema Häusliche Gewalt aufmerksam zu machen. Denn immer noch hat jede vierte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Mit 6 großen Plakaten wurden die AutofahrerInnen an der Breslauer Straße in Ostfildern für häusliche Gewalt sensibilisiert und gleichzeitig große Aufmerksamkeit erzeugt.

Meine Stärken (neu) entdecken

22.10.2018

Neue Stärkungsgruppe ab Januar 2019- Anmeldungen jetzt

Für Frauen nach schwierigen Lebenserfahrungen starten wir eine neue Gruppe zwischen Januar und Mai 2019. An den 8 Abendterminen geht es um Themen wie Selbstwert, eigene Bedürfnisse, eine gute Abgrenzung, Nähe und Distanz und dem Beschäftigen mit den eigenen Kraftquellen.

Eine Anmeldung erfolgt telefonisch oder per mail über die Beratungsstelle. Wir führen mit jeder interessierten Frau ein kurzes Vorgespräch.

Start: 16.1.2019 , immer mittwochs von 19-21 Uhr

Ort: Praxishaus Echterdingen, Hauptstr. 49, 70771 L.-Echterdingen

Alle näheren Informationen finden sie auf dem Flyer 

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